Wann
Wo
Bült 1A, Dülmen, 48249
Die anale oder Stuhlinkontinenz ist ein Leiden, von dem viele Menschen im Laufe ihres Lebens betroffen werden. Sie können den After nicht mehr vollständig abdichten und so können Gase oder Stuhlgang unkontrolliert entweichen. Diese Problematik überschattet den Alltag der betroffenen Menschen extrem: Folgen wie Depressionen, fehlende Teilhabe an sozialen Kontakten, Auswirkungen auf Sport und sogar Beruf sind nicht selten.
Die Scham ist allerdings oftmals so groß, dass Betroffene keine ärztliche Hilfe suchen. Dabei kann die Diagnostik und Beratung bei versierten Fachärzt:innen für Koloproktologie (Erkrankungen des Darms und Afters) Aufschlüsse über die Gründe geben. Daraus ergeben sich konservative oder operative Therapiemethoden, die das Leiden oftmals völlig beheben können.
Vor allem Frauen sind von Inkontinenz betroffen. Bei ihnen hat der Beckenboden generell eine besondere Struktur und Bedeutung. Schäden durch vaginale Entbindungen können negative Folgen haben. Senkung, Stuhl- oder Harninkontinenz, aber auch Störungen der Entleerung von Blase oder Darm können daraus resultieren. Es gibt jedoch eine Menge weiterer Gründe, weshalb die Kontinenz im Laufe des Lebens nicht mehr zuverlässig funktioniert. Auch frühzeitige Maßnahmen, etwa bereits bei einer Schwäche Darmgase zu halten, sind extrem effektiv und sinnvoll.
Chefärztin Dr. Claudia Fischäß, Leitende Ärztin des Bereichs, sowie Oberarzt Dr. Thomas Roßmüller, Leiter der Koloproktologie des Kontinenz- und Beckenbodenzentrums der Christophorus Kliniken informieren an diesem Abend gemeinsam, um Wege aus dieser vermeintlichen Tabuzone aufzuzeigen.
Der Vortrag ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erwünscht bei der FBS Dülmen, www.fbs-duelmen.de, Tel. 02594 97995300.