Viele Menschen leiden unter Vorhofflimmern, der häufigsten Herzrhythmusstörung: Ausgelöst wird es durch harmlose Extraschläge des Herzens, in Folge schlägt das Herz unregelmäßig und oft zu schnell. Das ist sehr unangenehm, auf Dauer aber vor allem gefährlich, denn Vorhofflimmern erhöht das Schlaganfallrisiko durch mögliche Blutgerinnsel.
In den Christophorus Kliniken in Dülmen wird nun ein modernes, neues Verfahren angeboten, um diese Störung zu beheben: Die Pulsed Field Ablation, kurz PFA. Das minimalinvasive Katheter-Verfahren nutzt hochfrequente, kurze Stromimpulse, um die Lungenvenen, aus denen die ursächlichen Extraschläge kommen, zu veröden.
„Wir können mit der PFA-Prozedur die Pulmonalvenen noch gezielter und schonender ansteuern als bei bisherigen Verfahren“, erklärt Dr. Tobias Plenge, Chefarzt des Bereichs Rhythmologie der Klinik für Kardiologie. So kann das umliegende Gewebe geschont werden. Zudem erfolgt der Eingriff speziell bei dieser Anwendung zeitlich schneller als bisherige Ablations-Verfahren. Das vielversprechende, neue Verfahren hat in kürzlich präsentieren Studien seine Sicherheit bewiesen, sodass die Klinik es nun Patient:innen mit entsprechender Vorbelastung anbieten kann. In Zukunft könnte dieses Verfahren die bisherigen Methoden für eine unkomplizierte Pulmonalvenen-Isolation ablösen. Für komplexe Eingriffe stehen die etablierten Verfahren weiterhin zur Verfügung.
„Wir freuen uns sehr, diese innovative Behandlungsmethode für die betroffenen Bürger:innen des Kreises Coesfeld und Umgebung nun heimatnah bereitstellen zu können“, erklärt Kliniken-Geschäftsführer Dr. Jan Deitmer.


