In den vergangenen Wochen und Tagen wurde viel über das geplante Sparpaket der Bundesregierung für die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) diskutiert. Es enthält u. a. verschiedene Maßnahmen wie Einsparungen, veränderte Finanzierungsregelungen und zusätzliche wirtschaftliche Belastungen für alle Gesundheitsversorger – somit auch die Einrichtungen der Christophorus Gruppe. Das entsprechende „GKV-Beitragssatzstabilisierungs-Gesetz“ soll bereits im Sommer beschlossen werden. Zahlreiche Sozialverbände wie die Caritas sowie Krankenhausgesellschaften kritisieren die geplanten Maßnahmen deutlich und machen gemeinsam auf die möglichen Folgen aufmerksam.
„In den letzten Jahren konnten wir mit sehr großen Anstrengungen positive Jahresergebnisse sicherstellen – unsere Kliniken, Pflegeeinrichtungen und unser ambulanter Pflegedienst stehen derzeit grundsätzlich auf einer stabilen Basis“, erklärt der Geschäftsführer der Christophorus Gruppe, Dr. Mark Lönnies. Doch die geplanten gesetzlichen Änderungen würden erhebliche Herausforderungen mit sich bringen – insbesondere für die Kliniken, aber auch für die Pflege+Wohnen-Einrichtungen. Allein für den (somatischen) Klinikbereich würden die Einschnitte geschätzt rund 4 Mio. Euro betragen. Besonders kritisch sehen die Christophorus Kliniken den Wegfall des vollständigen Tarifausgleichs. Damit wird es für Krankenhäuser zunehmend schwieriger, steigende Personalkosten zu refinanzieren – denn Krankenhäuser können ihre Preise nicht einfach erhöhen wie andere Branchen.
Besonders hart träfen die Sparmaßnahmen freigemeinnützige und christliche Träger wie die Christophorus Gruppe und sehr viele weitere Träger in Deutschlands – vor allem in den ländlichen Regionen NRWs. Sie müssen selbst ihre Defizite tragen, während öffentliche Häuser ihre über die Kommunalhaushalte ausgleichen.
„Wir sind bereit, unseren Beitrag zur Stabilisierung der GKV zu leisten, wie wir es auch in der Vergangenheit getan haben. Voraussetzung ist jedoch, dass uns die Möglichkeit gegeben wird, effizienter zu wirtschaften. Sinkende Erlöse müssen mit entsprechenden Spielräumen zur Kostensenkung einhergehen – z. B. mit wesentlich weniger Bürokratie und Regularien. Eine gute Patient:innen-Versorgung braucht starke Krankenhäuser, eine gute Bewohner:innen-Versorgung starke Pflegeeinrichtungen!“ fasst Dr. Lönnies zusammen. „Deshalb fordern wir Nachbesserungen bei dem Gesetz!“


