Rund um den 30. Mai 2026 lenkt der Welt-MS-Tag zum 18. Mal die Aufmerksamkeit auf Multiple Sklerose und die weltweit mehr als 2,8 Millionen Menschen, die mit der Autoimmunerkrankung leben. Auch die Christophorus Kliniken möchten dieses Anliegen unterstützen. Das Motto des diesjährigen Welt-MS-Tags lautet: „Diagnose MS! Jetzt erst recht!“
Die Behandlungsmöglichkeiten der Multiplen Sklerose sind vielfältig und machen stetig Fortschritte. Dennoch gibt es zentrale Herausforderungen: Die verschiedene Ausprägung der Symptome und des Krankheitsverlaufes erschweren eine verlässliche Prognose und verzögern damit oftmals die optimale, individualisierte Therapieauswahl. Die Nebenwirkungen mancher Therapien wie der Immuntherapie erfordern eine engmaschige Überwachung und sorgfältige Nutzen-/Risikoabwägung. Hinzu kommen strukturelle Herausforderungen wie der Zugang zu spezialisierten Versorgungsangeboten sowie die langfristige Therapienutzung der Patient:innen. „Erfreulicherweise wurde mittlerweile ein neues ambulantes Behandlungskonzept dieser chronischen neurologischen Erkrankung etabliert, das inzwischen auch an den Christophorus Kliniken eingeführt wurde“, erläutert Dr. Chris Meyer, Oberarzt der Klinik für Neurologie am Klinikstandort Dülmen.
Die Ambulante Spezialfachärztliche Versorgung (ASV) bietet für MS-Patient:innen grundsätzlich erhebliche Vorteile: Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Neurologie, Radiologie und weiteren Fachdisziplinen wird eine hochspezialisierte, koordinierte Betreuung ermöglicht. Das neue Angebot beschleunigt die Diagnostik, erlaubt eine individualisierte Therapieplanung und fördert den frühzeitigen Einsatz moderner Behandlungsoptionen. Gleichzeitig profitieren die Betroffenen von einer wohnortnahen Versorgung, was die Lebensqualität erhöht und Versorgungslücken reduziert.
Nach der Erstdiagnose einer Multiplen Sklerose während eines Klinikaufenthaltes werden notwendige Voruntersuchungen in Bezug auf eine notwendige Immuntherapie bereits während des stationären Aufenthaltes durchgeführt. „Im Anschluss kann entweder bei einem niedergelassenen Neurologen oder in unserer MS-Ambulanz (beides Mitglieder der ASV) schnell eine Immuntherapie eingeleitet werden“, so Dr. Meyer. Dank der vielen Fachabteilungen innerhalb der Christophorus Kliniken, aber auch des engmaschigen Austauschs mit verschiedenen Praxen niedergelassener Fachärzt:innen in der Umgebung, erhalten die Teilnehmenden notwendige Termine in z. B. der Radiologie oder Urologie schnell und unkompliziert.
Apropos Radiologie: Hier profitieren die Patient:innen in den Christophorus Kliniken von der hauseigenen Abteilung. So können z. B. Magnetresonanztomographie-Untersuchungen (MRT) sowohl des Kopfes als auch des Rückenmarkes in einer Sitzung in der Klinik für Radiologie durchgeführt werden.


