Zwei neue Kniegelenke – und nur eine Operation: Was sich viele kaum vorstellen können, war für Julia Mertens eine ganz bewusste Entscheidung. Statt zunächst ein Knie und einige Monate später das andere operieren zu lassen, entschied sich die 69-Jährige für den gleichzeitigen Austausch beider Kniegelenke im EndoProthetikZentrum (EPZ) der Christophorus Kliniken. Bereits wenige Tage nach dem Eingriff zieht sie ein durchweg positives Fazit – und blickt voller Vorfreude nach vorn.
Zehn Jahre lang begleiteten Schmerzen ihren Alltag. Vor allem im vergangenen Jahr verschlechterte sich die Situation deutlich. „Ich konnte kein Fahrrad mehr fahren, mich kaum bewegen und wurde nachts von Schmerzen geweckt“, erinnert sich Julia Mertens. Vorangegangene Behandlungen u.a. mit Spritzen brachten nur kurzfristige Erleichterung. „Ende letzten Jahres besuchte ich dann einen Vortrag von Prof. Schagemann, in dem er über Knieprothesen sprach, und so kam ich nach Coesfeld“, so die gebürtige Lüdinghausenerin.
Die Voruntersuchung zeigte: Beide Kniegelenke waren gleichermaßen stark verschlissen. Auch die Patientin selbst konnte nicht sagen, welches Knie stärker betroffen war. „In solchen Fällen kann man eine beidseitige Versorgung in einem Eingriff in Betracht ziehen“, erklärt Prof. Schagemann, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Leiter des EPZ. Gemeinsam wurden Voraussetzungen, Chancen und mögliche Risiken ausführlich besprochen.
„Die einseitige Versorgung ist in Deutschland nach wie vor Standard – auch bei uns“, betont der Experte. „Frau Mertens war jedoch sehr motiviert und wurde durch unser Prehab-Seminar sowie das präoperative Trainingsprogramm optimal vorbereitet.“
Diese Entscheidung bereut die Patientin keine Sekunde. Bereits fünf Tage nach der Operation zeigt sie sich begeistert: „Als ich von dieser Möglichkeit erfahren habe, war für mich sofort klar: Genau so möchte ich es machen – und ich würde mich jederzeit wieder dafür entscheiden.“ Besonders lobt sie die umfassende Vorbereitung und Betreuung: „Durch das Seminar wusste ich schon vorab sehr viel. Die Operation verlief gut und auch die Betreuung danach war hervorragend.“
Der Erfolg zeigt sich schnell: Schon am zweiten Tag nach dem Eingriff konnte Julia Mertens mit ihrem Rollator laufen, kurz darauf auch Treppen steigen. „Ich würde jedem empfehlen, sich hier operieren zu lassen“, sagt sie. Auch Prof. Schagemann freut sich über den erfolgreichen Verlauf: „Mit unserem Zentrum und unserem Fast-Track-Programm können wir neue Wege in der Endoprothetik gehen – durch intensive Vorbereitung, gezieltes Training und schonende OP-Verfahren. So war auch diese beidseitige Versorgung sicher und erfolgreich möglich.“
Für Julia Mertens geht es nun direkt motiviert weiter in die Reha. Und sie hat bereits ein Ziel vor Augen: „Mein Enkel hat mir vorgeschlagen, zum ersten Mal in ein Flugzeug zu steigen und eine Flugreise zu machen“, sagt sie lächelnd. „Und das werde ich schaffen.“


