Vor (symbolisch) „verschlossenen“ Krankenhaus-Türen werden Patient:innen und Besucher:innen am kommenden Freitag, 12. Juni, in vielen Teilen Deutschlands stehen. Auch die Kliniken der Christophorus Gruppe beteiligen sich mit ihren Standorten Coesfeld, Dülmen und Nottuln an der Aktion, zu der Krankenhausgesellschaften NRWs, Bayerns und Baden-Württembergs aufgerufen haben.
Unter dem Motto „Kein Geld. Keine Versorgung.“ bleiben die Haupteingänge symbolisch von 11 bis 13 Uhr geschlossen, alle Eintretenden müssen z. B. in Nebeneingängen eintreten oder an einem Hindernis vorbei einen kurzen „Umweg“ machen. Damit protestieren die Kliniken gegen die geplanten finanziellen Einschnitte durch das Sparpaket der Bundesregierung, welches das drohende Finanzloch der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) schließen soll.
„Der Untertitel der Aktion lautet „Wir sind für Sie da. Solange wir noch können.“ und unterstreicht zweierlei: Die akute Gefährdung vieler Krankenhäuser durch die Sparpläne und damit die konkrete Gefährdung der Gesundheitsversorgung unserer Bürger:innen vor allem in ländlichen Gebieten. Und gleichzeitig den Symbolcharakter des Protests und ebenso unsere Verantwortung als Krankenhäuser, weil die Versorgung währenddessen aufrecht erhalten bleibt. Wir können unseren Protest sichtbar machen, ohne die Rolle als tragende Säule der Daseinsvorsorge aufzugeben!“ erklärt Christian Gutendorf, Geschäftsführer der Christophorus Kliniken.
„Wir sind bereit, unseren Beitrag zur Stabilisierung der GKV zu leisten, wie wir es auch in der Vergangenheit getan haben. Voraussetzung ist jedoch eine grundsätzlich auskömmliche Finanzierung und die Möglichkeit, effizienter zu wirtschaften, um die finanziellen Einschnitte ausgleichen zu können“, ergänzt sein Geschäftsführer-Kollege Dr. Jan Deitmer. Die Christophorus Gruppe setzt sich daher deutlich für die Nachbesserung des Gesetzes zum Sparpaket, des sogenannten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes, ein.


