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Verblüffende Technik und neueste Therapieansätze beim 1. Christophorus Therapiekongress

Wie kann ich meine Hand heben, obwohl der Arm gelähmt ist? Was hilft Parkinson-Patient:innen bei Sprechstörungen? Und wie stelle ich ein ganzheitliches körperliches Training für gebrechliche, ältere Menschen zusammen?
Diese Fragen und viele mehr wurden jetzt beim 1. Christophorus Therapiekongress beantwortet. Rund 60 Therapeut:innen aus dem Kreis Coesfeld, Münsterland und Ruhrgebiet waren der Einladung der Christophorus Therapie und Gesundheit gefolgt. Zum Auftakt berichtete ihnen Dennis Sonne (Mitglied des Landtages und im Gesundheitsausschuss für Bündnis 90/Die Grünen, Sprecher für Inklusion und Behindertenpolitik), der seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt, von den vielen „echten“ und strukturellen Barrieren, mit denen Patient:innen mit einer Behinderung aktuell im Gesundheitssystem konfrontiert sind. Anschließend stellte Physiotherapeutin Daniela Hoffmann-Kruse eine mögliche Berufskammer für Therapeut:innen vor. Über das wichtige Thema „Frailty in der therapeutischen Versorgung“ sprach Prof. Dr. Tobias Braun, Physiotherapeut und Lehrender im Studiengang Angewandte Therapiewissenschaften der Hochschule Döpfer. Frailty („Gebrechlichkeit“) ist ein geriatrisches Syndrom, häufigste Anzeichen sind Gewichtsverlust, erhöhtes Sturzrisiko, Kraftlosigkeit/Erschöpfung. Am Nachmittag standen fünf Workshops zur Auswahl, in denen sich die Teilnehmenden zu verschiedensten Themen fortbilden konnten: Hans Urban (Physiotherapeut Christophorus Therapie und Gesundheit (TuG) sowie Thomas Kneese (Physiotherapeut TuG mit Schwerpunkt neurologische Versorgung) informierten über ein Behandlungsprogramm bei Parkinson, um Störungen der Sprechfunktion und Motorik zu therapieren. Die Diagnostik und Behandlung von Beckenbodendysfunktionen stellten Reinhild Dierkes, Angelika Feldmann und Kira Diekmann (Physio Pelvica®-Therapeutinnen, Physiotherapeutinnen der TuG) vor, und zur Kinesiologischen Reflextherapie konnte man sich bei Esther Maria Holtbecker (Magister in Sportwissenschaften, Sport, Psychologie und Erziehungswissenschaften, Heilpraktikerin für Psychotherapie, zertifizierte Traumatherapeutin und -pädagogin, Trainerin für Kinesiologische Reflextherapie – KinFlex®) interessante erste Eindrücke holen. Ein Highlight für alle Teilnehmenden war die Demonstration einer Arm-Orthese als Beispiel einer „Myoelektrischen Hilfsmittelversorgung“ durch Melanie Hess (Physiotherapeutin, Clinical Trainer Myomo Europe GmbH). Die Orthese hilft bestimmten Patient:innen z. B. nach einem Schlaganfall dabei, Arm und Finger trotz deren Lähmung bewegen zu können.
„Der Kongress war eine gute Gelegenheit für die Teilnehmenden, neue Impulse und Erkenntnisse für die Arbeit zu erhalten, sich auszutauschen und zu vernetzen“, freut sich Organisator und Leiter der Christophorus Therapie und Gesundheit, Hendrik Menting.

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