Eine unterhaltsame Vorstellung der rasanten KI-Entwicklung, ein persönlicher Bericht aus dem Klinikalltag Ugandas und ein fundierter Rück- und Ausblick in den Betrieb prägten am Mittwochabend den Neujahrsempfang der Christophorus Kliniken.
Rund 150 Gäste aus Mitarbeitendenschaft, Politik, Wirtschaft und Verwaltung waren der Einladung gefolgt. Referent Marvin Liedmeyer, Botschafter der Tobit Laboratories, stellte ihnen anschaulich und kurzweilig die Anfänge der KI sowie die inzwischen vielfältigen Möglichkeiten der Technologie vor. Dabei machte er auch deutlich, wie wichtig klare Regeln und eine verantwortungsvolle Regulierung für den Einsatz von KI sind.
Zuvor hatten die beiden bisherigen Geschäftsführer der Kliniken, Dr. Mark Lönnies und Dr. Jan Deitmer, gemeinsam mit ihrem im Januar neu gestarteten Kollegen Christian Gutendorf in einem lockeren Gespräch rund um das Krankenhaus berichtet. Dr. Deitmer fasste die wichtigsten Ereignisse des letzten Jahres zusammen („solide Ausgangslage dank konsequenter Konsolidierung“), sowie die Auswirkungen der beiden Krankenhaus-Reformen. Am Ende stellte er fest: „Es wird trotz der noch laufenden Gesetzesanpassung keine Änderungen auf Landesebene geben – damit ist unser Leistungsspektrum bestätigt!“ Der Blick nach vorn richtete sich vor allem auf die zunehmende Ambulantisierung von Krankenhausleistungen. Christian Gutendorf machte deutlich, dass man auf dem Weg sei, die Strukturen und Arbeitsprozesse entsprechend anzupassen. Wichtig sei hier der enge Schulterschluss mit den niedergelassenen Kolleg:innen.
Einen besonders eindrucksvollen und „erdenden Perspektivwechsel“ bot Dr. Friedrich Krings, Ärztlicher Direktor der Kliniken sowie Chefarzt der Klinik für Chirurgie, mit seinem Bericht aus Uganda. In seinem 10. Einsatz für Interplast besuchte er zum 4. Mal das Kamuli Mission Hospital. Uganda gehört zu den ärmsten Ländern der Welt, auf einen Arzt kommen 6.000 Bewohner:innen (in Deutschland: 220). Gemeinsam mit einem kleinen Team operierte er dort in 10 Tagen mit einem weiteren Arzt unter einfachen Bedingungen, aber sehr erfolgreich, 75 Patient:innen vor allem mit schweren Brandverletzungen, Geschwüren und Schilddrüsenerkrankungen.
Nach den Vorträgen nutzten die Gäste die Gelegenheit, sich persönlich sowie über die spannenden Impulse der Veranstaltung auszutauschen.


